Syra Kolb – Lebensberatung mit Herz und Respekt.

Organaufstellungen

Hier möchte ich zunächst einmal darauf hinweisen, dass Organaufstellungen nicht den Arztbesuch ersetzen, wenn man gesundheitliche Probleme hat. Sie können jedoch eine wunderbare Ergänzung sein und dazu beitragen, dass man erkennt und versteht, was einem die Krankheit sagen möchte.

Hier ein Beispiel: Eine Frau kam abends mit folgendem Anliegen zu einer Gruppenaufstellung: Sie fühlte sich häufig krank und blockiert. Zu dieser Zeit musste sie deshalb fast jeden Freitag eine Arztpraxis aufsuchen, vor allem auch, weil sie Angst hatte, am Wochenende mit ihren Schmerzen und Ängsten ohne Hilfe zu sein. Sie hatte von Organaufstellungen gehört und wollte dadurch etwas über sich selbst erfahren. Ich bat sie, sich in der Gruppe eine Stellvertreterin für sich selbst auszusuchen.

Zum einfacheren Verständnis werde ich diese Stellvertreterin hier als „A“ benennen. Sie stellte sich Selbst durch Auswahl einer Stellvertreterin (A) in die Mitte des Raumes. Da wir hier immer die inneren Kinder mit einbeziehen (s. Menüpunkt „Inneres Kind) die sich themenbezogen von Zeit zu Zeit zeigen möchten, bitte ich sie, diese Seite von sich ebenfalls in der Position zu sich zu stellen, die sich für sie richtig anfühlt. Dieses innere Kind stellt sie an der Eingangstür ab. Es scheint so, als wolle es ganz schnell flüchten.

Es wird sichtbar, dass „A“ und ihr inneres Kind, gar keine Verbindung zueinander haben. Stellvertreter(-in) A war sehr erschöpft und mit sich selbst beschäftigt. Nacheinander ließ ich nun von der Klientin deren Organe dazu stellen. Die Statistin, welche die linke Niere verkörperte, brach sodann fast zusammen, so schlecht erging es ihr. Jedes einzelne Organ hatte etwas zu beklagen und zu sagen. „A“ ging es zunehmend schlechter. Die Klientin erklärte, dass sie oft Blasenprobleme habe und Nierenschmerzen auf der linken Seite. Anhand der Aussagen der einzelnen Körperteile konnte ich fühlen, dass das Ganze etwas mit ihrem privaten Umfeld zu tun hat und mit ihrer Rolle als Frau und Mutter.

Sodann wandelten wir intuitiv alle Stellvertreter der Organe um in Familienmitglieder. Sie standen dann ganz geballt um „A“ herum, weil sie meinten, sie brauche das so. Ihre kleineren Kinder, ihr Mann, die erwachsene Kinder, der Ex Mann und die Eltern. Alle standen so nah um „A“ herum, dass diese keine Luft mehr bekam. „A“ flehte mich an, sie alle weg zu nehmen. Ich erklärte ihr, dass dies nicht meine Aufgabe ist und es ihr auch nicht helfen würde. Daher bat ich die Klientin mit in diesen Kreis zu kommen, so dass sie spüren konnte, wie bedrohlich sich das anfühlt, was sie sich da aufgebaut hatte.

Die Stellvertreterin übergab ihr sodann alle Erfahrungen, die sie in ihrer Rolle gemacht hatte. Dies geschieht mit einem Ritual, indem der Stellvertreter die Hände auf die Handinnenflächen des Klienten legt und nach Annahme der Erfahrungen, dieser dann den Kreis verlässt. Die Klienten bedankte sich dafür und stand nun alleine da, inmitten der Menschen, die sie am meisten liebte und vielleicht auch gerade deshalb so viele Ängste und Schuldgefühle zwischen ihnen standen. Den Familienmitgliedern ging es auch schlecht, fühlten sie sich doch verantwortlich, dass sie leiden musste.

Nachdem auch sie spürte und erkannte, das diese Situation keinem gut tat, wollte sie, dass diese alle weggehen. Ich bat sie, jedem einen neuen Platz zu geben, so dass es ihr erstmals gut geht. Zunächst nur zögerlich folgte Sie meinem Rat, da sie sich z. B. als schlechte Mutter vorkam, ihre Kinder von sich weg zu stellen. Doch als sie merkte, dass es nicht nur ihr, sondern allen anderen auch besser ging, weil sie viel entspannter und leichter wirkte und, weil sie selbst alle aus der Verantwortung herausnahm, sie glücklich machen zu müssen, ging es fast wie von alleine.

Ihre Mutter hatte sie in der Kindheit sehr schlecht behandelt, brutal geschlagen und klein halten wollen. Sie wollte alles besser machen und eine bessere Mutter sein und dabei ging sie zu oft über ihre Grenzen. Erst durch ihre häufigen Schmerzen und Krankheiten konnte sie sich ihre Auszeiten nehmen. Nach dieser Aufstellung änderte diese Klientin sehr viel in ihrem Leben und erzählte mir immer ganz stolz, wie lange sie keinen Arzt mehr gebraucht hat, weil es ihr zunehmend besser ging. Sie kam weiterhin häufig zu meinen Workshops und Aufstellungen und konnte als Statistin ganz vielen Menschen gerade durch ihre Erfahrungen und Erkenntnisse weiter helfen. Mit 50 Jahren machte sie sodann den Führerschein und fand einen Job, der ihr viel Spaß macht. Für eine Menge Menschen hier ist sie inzwischen ein Vorbild, weil ihre Lebenslust einfach ansteckend ist.

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